Habt ihr diesen Herbst auch schon fleißig Kastanien gesammelt?
Vielleicht sind daraus längst kleine Kastanienmännchen, lustige Tiere oder ganze Kastanienfamilien entstanden. Und trotzdem liegt noch eine große Schüssel voller Kastanien zu Hause?
Dann habe ich eine schöne Idee für euch: Macht aus euren gesammelten Kastanien doch einfach euer eigenes Waschmittel!
Ja, richtig gelesen! Mit gewöhnlichen Rosskastanien lässt sich tatsächlich Wäsche waschen. Und das Beste daran: Die Herstellung ist kinderleicht und ein spannendes kleines Naturexperiment für die ganze Familie.
Warum kann man mit Kastanien Wäsche waschen?
In Rosskastanien stecken sogenannte Saponine. Das sind natürliche Pflanzenstoffe, die in Verbindung mit Wasser eine seifenähnliche Wirkung entfalten.
Saponine besitzen sowohl wasserliebende als auch fettliebende Eigenschaften. Dadurch können sie helfen, Fett und Schmutz von Textilien zu lösen.
Vielleicht hast du schon einmal von Waschnüssen gehört? Die funktionieren nach einem ganz ähnlichen Prinzip. Der Vorteil unserer heimischen Rosskastanien: Wir können sie im Herbst direkt vor der Haustür sammeln!
Und genau das finde ich so faszinierend an der Natur: Oft stecken in ganz gewöhnlichen Pflanzen ungeahnte Möglichkeiten.
Kastanienwaschmittel selber machen – so einfach geht’s
Für dieses kleine Experiment braucht ihr nur wenige Zutaten und Materialien.
5–8 frische Rosskastanien
ca. 300 ml warmes Wasser
ein scharfes Messer oder einen leistungsstarken Mixer
ein Glas oder eine Schüssel
ein feines Sieb oder Tuch
Schritt 1: Kastanien zerkleinern
Wascht die Kastanien gründlich ab und schneidet sie mit einem scharfen Messer in kleine Stücke. Alternativ könnt ihr sie mit einem geeigneten Mixer zerkleinern.
Wichtig: Das Zerkleinern übernehmen Erwachsene. Rosskastanien sind nicht essbar und können beim Verschlucken Vergiftungen verursachen. Gerade bei kleinen Kindern sollten sie deshalb nicht unbeaufsichtigt herumliegen.
Schritt 2: Die Saponine aus den Kastanien lösen
Gebt die zerkleinerten Kastanien in ein Glas und übergießt sie mit etwa 300 ml warmem Wasser.Lasst die Mischung ungefähr 20–30 Minuten ziehen und schwenkt das Glas zwischendurch vorsichtig. Schon bald könnt ihr beobachten, wie sich das Wasser milchig verfärbt. Wenn ihr das Glas vorsichtig schüttelt, bildet sich sogar etwas Schaum!
Für Kinder ist das ein besonders schöner Moment: Aus ein paar gesammelten Kastanien entsteht plötzlich eine natürliche Waschlösung.
Schritt 3: Kastanienwaschmittel abseihen
Gießt die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder Tuch, sodass keine Kastanienstückchen zurückbleiben.
Fertig ist euer selbst gemachtes Kastanienwaschmittel!
Mit Kastanienwaschmittel Wäsche waschen
Gebt die gefilterte Flüssigkeit direkt in das Waschmittelfach eurer Waschmaschine und startet einen geeigneten Waschgang.
Am besten probiert ihr das Kastanienwaschmittel zunächst mit einer kleinen Ladung leicht verschmutzter, unempfindlicher Buntwäsche aus.
Wichtig: Für weiße Wäsche, starke Flecken oder hygienisch anspruchsvolle Wäsche ist die selbst gemachte Kastanienlösung kein vollwertiger Ersatz für ein entsprechend geeignetes Waschmittel. Auch die Wasserhärte beeinflusst das Waschergebnis.
Wie lange ist selbst gemachtes Kastanienwaschmittel haltbar?
Da das selbst gemachte Waschmittel keine Konservierungsstoffe enthält, ist es nur sehr kurz haltbar.
Verwendet es am besten direkt nach der Herstellung. Falls etwas übrig bleibt, könnt ihr es bis zum nächsten Tag im Kühlschrank aufbewahren. Bei auffälligem Geruch oder Veränderungen solltet ihr die Mischung entsorgen.
Natürlich durch die Erkältungszeit – mit meinem kostenlosen Rezept!
Der Herbst ist nicht nur Kastanienzeit, sondern leider auch Erkältungszeit. Gerade wenn die Kinder in die Kita gehen, bringt gefühlt jede Woche jemand den nächsten Schnupfen mit nach Hause.
Doch auch in dieser Jahreszeit hält die Natur einiges für uns bereit!
In meiner kostenlosen Kräuterpost teile ich mit dir regelmäßig einfache Rezepte, spannendes Heilpflanzenwissen und Ideen, wie du die Schätze der Natur für dich und deine Familie nutzen kannst.
Und als kleines Willkommensgeschenk bekommst du direkt mein kostenloses Rezept für einen wilden Immunbooster zugeschickt!
Mit natürlichen Zutaten und ganz einfach selbst gemacht – eine schöne Inspiration für die kalte Jahreszeit.
Noch mehr Naturprodukte selber machen?
Ich liebe solche kleinen Experimente, bei denen man entdeckt, was in unseren heimischen Pflanzen eigentlich alles steckt.
Und vielleicht geht es dir genauso: Wenn man erst einmal angefangen hat, Dinge aus der Natur selbst herzustellen, möchte man am liebsten gleich das nächste Projekt ausprobieren.
Wie wäre es zum Beispiel mit einer selbst gemachten Ringelblumensalbe?
Die Ringelblume gehört zu meinen liebsten Heilpflanzen und wird traditionell besonders in der Hautpflege geschätzt. Aus ihren leuchtend orangefarbenen Blüten lässt sich eine wunderbar pflegende Salbe herstellen. Ich habe auch zwei kleine Kinder und hier ist sie fast täglich im Einsatz. Kleine Schürfwunden, Windelpopos, gereizte Haut. Ein kleiner sanfter Helfer immer zu Hand.
In meinem Mini-Videokurs „Deine erste Ringelblumensalbe“ zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du aus Ringelblumen, Pflanzenöl und Bienenwachs deine eigene Salbe herstellst.
Du erfährst, wie du einen Ringelblumenölauszug herstellst, worauf es beim Salbenrühren ankommt und wie du deine fertige Salbe richtig abfüllst und aufbewahrst.
Ganz ohne Vorkenntnisse und mit einfachen Zutaten. Eine schöne Idee für alle, die natürliche Hautpflege selber machen möchten – oder ein liebevoll selbst gemachtes Geschenk suchen.
Willst du noch mehr Kräuterwissen für den Alltag haben?
Dann melde ich doch mal zu meiner Kräuterpost an. Dort teile ich regelmäßig Rezepte, Inspiration und praktische Tipps zu Heil-und Wildkräutern. Dann erstes Rezept flattert direkt nach der Anmeldung zu dir ins Postfach. Mein Lieblingshausmittel.
→ Hier geht’s zur Kräuterpost: Jetzt Kräuterpost erhalten